Weltbild: peng!

Sollte sich jemand der hier Lesenden fragen, wann mein Weltbild endgültig in sich zusammen brach: das war heute Morgen.
Wie fast jeden Morgen lag ich mit einer Tasse Kaffee und meinem Handy in der Hand im Bett. Manch einer mag das für eine Unart halten, ich bezeichne es allerdings als äußerst gemütlich.
Jedenfalls war heute Morgen Youtube dran. Mir wurde ein Video vorgeschlagen, in dem eine junge Frau recherchiert, wie man „Sugar Baby“ wird. „Hihi“, dachte ich mir. „Klingt abwegig genug, um das mal anzuschauen.“
Was mich, ebenso wie die junge Frau, aber etwas entsetzte: es gibt dafür Dating-Sites! Und Leute, die das echt so handhaben… Und ach ja… Emanzipation am Arsch!

Das Krähennest

Es ist doch faszinierend, dass trotz ähnlicher Gen-Mischung und lang anhaltender Sozialisation einer ganz anders geraten kann, als die anderen.
Eine große Enttäuschung würde meine Tante das nennen. Aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, was mein Krähentum dann doch eindeutig widerlegen würde.

Und das muss nun niemand verstehen – ich spare mir das auch.

Danke, ich will nicht

„Danke, danke, danke“, steht im Kommentar unter einem Blogartikel einer Mutter, die sich unzulänglich fühlt. „Danke, dass es jemand ausspricht.“

Ich sitze heulend Zuhause, wegen der doofen Kollegin. „Du bist doch so tapfer und schlau, du kannst dich doch wehren“, sagt der der Mann. „Aber ich will nicht zickig wirken. Ich will nicht.“, heule ich.

Letzte Woche war internationaler Frauentag. Mancherorts wurden Rosen verteilt. An den Dornen kann man sich prima pieksen und sich so fühlen, als wäre man sogar zu doof Geschenke anzunehmen.

Ich finde das manchmal anstrengend mit dem Kämpfen.

Fauli McFaul

Ach, was gäbe es doch alles zu erzählen. Verregnete Urlaube, dreißigste Geburtstage, sich lösendes Laminat, keinen Schritt weiter in Sachen Gleichberechtigung. Aber ich bin zu faul, faul, faul. Und vielleicht auch etwas uninspiriert.