Weltbild: peng!

Sollte sich jemand der hier Lesenden fragen, wann mein Weltbild endgültig in sich zusammen brach: das war heute Morgen.
Wie fast jeden Morgen lag ich mit einer Tasse Kaffee und meinem Handy in der Hand im Bett. Manch einer mag das für eine Unart halten, ich bezeichne es allerdings als äußerst gemütlich.
Jedenfalls war heute Morgen Youtube dran. Mir wurde ein Video vorgeschlagen, in dem eine junge Frau recherchiert, wie man „Sugar Baby“ wird. „Hihi“, dachte ich mir. „Klingt abwegig genug, um das mal anzuschauen.“
Was mich, ebenso wie die junge Frau, aber etwas entsetzte: es gibt dafür Dating-Sites! Und Leute, die das echt so handhaben… Und ach ja… Emanzipation am Arsch!

Zum Muttertag

Es folgt ein Text, der nicht für rührselige, zarte Seelchen geeignet ist – denn Spoiler: Muttertag finde ich scheiße.

Über die Kommerzkacke, die zu dieser Zeit anlassbezogen abgeht, muss ich mich ja nicht weiter äußern, oder? Ich meine, wir wissen doch wohl hoffentlich alle, dass eine Flasche Cola kein geeignetes Muttertagsgeschenk ist (nur Coca Cola weiß es leider nicht)!

Alle anderen Geschenke finde ich mittlerweile auch absolut ungeeignet – sei es nun das selbstgemachte Frühstück, Basteleien aus dem Kindergarten, Blumensträuße, etc..
Denn: Keines dieser Geschenke kann die Stellung der Mutter in der Gesellschaft ausgleichen. Kein noch so schön geschriebenes Gedicht gleicht den Pay-Gap aus. Kein Blumenstrauß ist in der Lage Zuhause zu bleiben, um kranke Kinder zu betreuen. Keine Tafel Schokolade minimiert das ewige Einmischen aller anderen ( Na gut, man kann sie essen und dann ist es vielleicht kurz besser). Und was ist mit den ungewollt kinderlosen Frauen? Die müssen auf selbstgebackenen Kuchen und Coca Cola verzichten – keine Kinder, keine Kekse.

Dazu kommen die rührigen Sprüchlein, die auf den sozialen Netzwerken die Runde machen. Mütter als Organisationstalente, Knöpfe (sie halten alles zusammen, jaja… ), die berühmte ewig liebende Person voller Güte (Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich Schokolade liebe – aber selbst ich habe manchmal keinen Bock auf Schokolade. Ihr versteht, ja?).

Ach ach, ich kriege den Text nicht rund, ich rege mich zu sehr auf. Also: Muttertag ist eine scheinheilige Scheiße. Ich weiß nur noch nicht, wie ich das meiner Mutter beibringe…

Bohémien

Ich bin dazu übergegangen meinen Lebensstil als bohème zu bezeichnen. Das ersparte mir am Sonntag Morgen auch das schlechte Gewissen, als ich – aufgrund eines fehlenden Broteinkaufs – gebratene Gnocchi frühstückte.