Macklemore macht Hormone – Schwiegermutter reißt das Ruder wieder rum

Hast du es schon gehört? Das neue Lied von Macklemore mit Ed Sheeran? Es würde mir SEHR helfen, wenn auch du Pipi in den Augen bekommen hast. Und vielleicht etwas Entenpelle am Arm.

Letztens lief es wieder im Radio, als ich mit M. unterwegs war. Ich sagte: „Gut, dass du nicht dabei warst, als ich das Lied das erste Mal gehört habe. Ich schwöre dir, ich hätte dich genötigt rechts ran zu fahren und mich zu schwängern.“
M. guckt mich verwundert mit großen Augen an. „Du musst dich schon entscheiden, ob Kinder oder nicht. Dieses Hin und Her, da komme ich nicht mit klar.“
Er hat ja Recht, denke ich mir. Aber wenn man doch WEISS,  dass jemand ein toller Vater wäre, darf man ihm das vorenthalten? Den Rest des Abends grübel ich vor mich hin.
Am nächsten Tag auf der Arbeit ist wieder eine Leitungsteam-Besprechung angesagt. „Frau H. wird die Position nicht übernehmen.“, sagt meine Schwiegermutter. „Da läuft die Familienplanung.“
Und da weiß ich es wieder. Mir fällt wieder ganz genau ein, warum ich eigentlich keine Kinder haben möchte. Ich mache mir keine Sorgen, dass M. kein „Vatermaterial“ ist und mein Körper hat schon so viel durchgestanden, vermutlich würde er auch eine Schwangerschaft verkraften. Es liegt nicht an mir und es liegt schon gar nicht an ihm. Es liegt an den anderen. Es liegt daran, dass ein Frauenkörper als Allgemeingut gilt, sobald auch nur die Chance einer Schwangerschaft besteht.
Es liegt daran, dass die Mutterrolle so fest diktiert ist, das jeder meint er hätte ein Anrecht darauf sich zum Experten zu erheben.
„Ich finde es nicht gut, dass wir Frau H.s Familienplanung in dieser Runde besprechen. Ich glaube nicht, dass das sein muss.“, sage ich ruhig, aber bestimmt. Alle gucken mich verständnislos an. Eine bevorstehende Schwangerschaft? In ihren Augen geht das alle etwas an.
Nein. Ich möchte das nicht. Nicht so.

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