Ich bin der Wahnsinn

… in personifizierter Form!
Ja, ganz ehrlich! Dass ich manchmal etwas „meschugge“ bin, weiß jeder, der mich schonmal nach der Einnahme von koffeeinhaltigen Getränken oder zu vielen Erdbeeren erlebt hat. Aber was sich manchmal nachts in meinem Köpfchen abspielt, lässt mich spätestens nach dem Aufwachen an meinem Verstand zweifeln.
Man sollte das eigentlich auch niemandem erzählen – wie ich letztens lernen musste. Als ich meinen Eltern einen meiner Träume nacherzählte, brachen sie zunächst lachend auf dem Küchentisch zusammen. Anschließend schlug mir mein Vater vor, vielleicht doch lieber Drogen zu nehmen.
Ich tue das Folgende also wider besseren Wissens und vor allem in Sinne der Allgemeinheit! Ich werde hier einen meiner Träume (man könnte es vielleicht auch „nächtliche Aussetzer“ nennen) niederschreiben und hoffen, dass einer dieser Traumdeutungsbücherverleger darüber stolpert. Denn ganz ehrlich: Wenn ich von Leitern, dem Fallen oder weißen Pferden träumen würde, wäre mir mit einem dieser Heftlein vielleicht geholfen, aber so komplexe Beispiele sind da doch nie aufgeführt.
Wäre vielleicht auch mal was für einen Artikel in einer einschlägigen Frauenzeitschrift? Böte sich doch an, anstatt immer nur das ewige „Wie werde ich zur supergeilen Schlampe, nehme dabei ab, emanzipiere mich währenddessen, löse mich gleichzeitig vom existierenden Schönheitsideal und vor allem was trage ich dabei?“.
Also liebe Traumdeutungsbuchverleger und Frauenzeitschriftenartikelrechercheurinnen aufgepasst und aufgemerkt!

Ich war eine Katze. Ich war eine Katze und … konnte fliegen. Ich konnte aber nur fliegen, wenn ich vorher eine kleine Plastikkatze mit der Pfote berührt hatte. Dann war es mir möglich für ein paar Minuten zu fliegen (eher schweben, eigentlich…), danach musste ich landen und eine andere Plastikkatze zum Anfassen finden. (Später im Traum war ich übrigens so klug mir eine dieser Plastikkatzen ans Halsband zu schnallen. So konnte ich mir die Zwischenlandungen sparen. Pfiffiges Kätzchen…)
Im Laufe des Traumes – ein Löwe spielte eine nicht unerhebliche Rolle – gelangte ich in den Besitz eines Schlüssels. Mit diesem Schlüssel konnte man die Tür zu einem seit vielen, vielen Jahren nicht mehr geöffnetem Turm aufschließen. Dies tat ich natürlich auch (mit einigen Katzenfreunden und auch menschlichen Freunden im Schlepptau).
Nachdem wir durch eine Rutsche (Ehm ja, man musste nämlich zur Tür hochfliegen) ins Innere gelangt waren, standen wir in einem riesigen Raum (der übrigens wie der Rest der folgenden Kulissen eher nicht in den besagten Turm gepasst hätte), in dessen Boden unzählige Patronenhülsen dicht an dicht eingelassen waren.
Als wir weiter gingen, kamen wir durch einen Saal von enormen Ausmaßen, in dem Särge und auch Mumien (die ausgetrocknete Sorte ohne Bandagen) standen. Manche Mumien griffen nach uns und schrien irgendwelche Dinge, an die ich mich glücklicherweise nicht erinnern kann. Zusätzlich kamen auch noch Mumien aus den Särgen gekrochen, also traten wir die Flucht nach vorne an und erreichten schließlich im äußeren Areal irgendwelche Burgzinnen (Was so ein kleiner, schnöder Turm nicht alles hat…).
Leider kamen wir auch dort nicht zur Ruhe, denn wir beobachteten wie hunderte von (Achtung, jetzt kommt die geilste Stelle!) kleinwüchsigen, verhüllten Nazi-Gruseldingern ausmarschierten… Diese Dinger hatten kein Gesicht, sondern sahen aus wie Rorschach von den Watchmen. Nur ohne das Rorschachmuster auf den Tüchern.
Wir bemühten und also unentdeckt zu flüchten (ab diesem Zeitpunkt sah übrigens einer meiner Begleiter aus wie James Franco – machte den Traum irgendwie angenehmer) und kamen auch heil aus der Sache raus.
Aber (ja, war ein laaanger Traum) am nächsten Tag flogen plötzlich Patronenhülsen durch die ganze Stadt und jeder, der getroffen wurde, war plötzlich eine willenlose Hülle. Außerdem marschierten nun auch die Mini-Nazis (sie reichten den normalen Menschen gerade bis zur Brust) herum.
Da auch meine lieben, menschlichen Freunde (allen voran der James-look-alike) getroffen worden waren, machte ich mich abermals auf den Weg in den Turm und erkannte, dass die Patronenhülsen aus dem Raum, den wir am Tag zuvor entdeckt hatten, abgefeuert wurden.
Ich schaffte es eine der losfliegenen Hülsen zu schnappen (Speedy Gonzales war wohl doch eher die schnellste Katze Mexicos…) und zu öffnen. Darin befand sich ein Zettel, der dazu aufforderte Tupperware zu kaufen (An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich keinen Groll gegen diese Firma hege oder sonst irgendwie uneinverstanden damit wäre.).
Gerade wollte meinem Katzenköpfchen ein Licht aufgehen, das gesamte Geschehen logisch erklärbar machen und die Intrige aufdecken, da wachte ich auf. War wahrscheinlich auch besser so…

Wenn das jetzt mal bitte jemand analysieren könnte?!

 

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