Bohémien

Ich bin dazu übergegangen meinen Lebensstil als bohème zu bezeichnen. Das ersparte mir am Sonntag Morgen auch das schlechte Gewissen, als ich – aufgrund eines fehlenden Broteinkaufs – gebratene Gnocchi frühstückte.

Das Krähennest

Es ist doch faszinierend, dass trotz ähnlicher Gen-Mischung und lang anhaltender Sozialisation einer ganz anders geraten kann, als die anderen.
Eine große Enttäuschung würde meine Tante das nennen. Aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus, was mein Krähentum dann doch eindeutig widerlegen würde.

Und das muss nun niemand verstehen – ich spare mir das auch.

Danke, ich will nicht

„Danke, danke, danke“, steht im Kommentar unter einem Blogartikel einer Mutter, die sich unzulänglich fühlt. „Danke, dass es jemand ausspricht.“

Ich sitze heulend Zuhause, wegen der doofen Kollegin. „Du bist doch so tapfer und schlau, du kannst dich doch wehren“, sagt der der Mann. „Aber ich will nicht zickig wirken. Ich will nicht.“, heule ich.

Letzte Woche war internationaler Frauentag. Mancherorts wurden Rosen verteilt. An den Dornen kann man sich prima pieksen und sich so fühlen, als wäre man sogar zu doof Geschenke anzunehmen.

Ich finde das manchmal anstrengend mit dem Kämpfen.

Fauli McFaul

Ach, was gäbe es doch alles zu erzählen. Verregnete Urlaube, dreißigste Geburtstage, sich lösendes Laminat, keinen Schritt weiter in Sachen Gleichberechtigung. Aber ich bin zu faul, faul, faul. Und vielleicht auch etwas uninspiriert.