Mythos Mutter

Das romantische Mutterbild, wie es heute noch immer in den Köpfen festsitzt, bekam unter den Nationalsozialisten weiter Vortrieb: Gebären und Kinder großziehen für den Führer, im Dienste der arischen Rasse – darin sollte sich das Potenzial einer jeden Frau erschöpfen. Dafür bekam sie Respekt. In der Nachkriegszeit seit den Fünfzigerjahren wurde dann das Private verklärt, “ein Rückzug in die eigenen vier Wände”, sagt Christina Mundlos. Auch in dieser Zeit hatte die Frau vor allem eines zu sein: Mutter.

Quelle: Unglückliche Mütter – Sie wollen ihr Leben zurück

Hatten wir schon lang nicht mehr…

Ich finde, es ist mal wieder an der Zeit für Rügen-Fotos! Da kann man sich ja nie dran sattsehen…. Vielleicht sollte ich doch mal was spannenderes tun als ab und zu in den Urlaub zu fahren… Aber mein Mann weigert sich in eine WG zu ziehen. Dabei stell’ ich mir das so lauschig vor. Hausen im eigenen Dreck und abends immer Saufgelage. Hat doch was! Und da würden sicher tolle Fotos entstehen… Aber nein, auf meine kleine Künstlerseele wird hier ja keine Rücksicht genommen. Pöh! Also mal wieder Rügen-Fotos. Da müssen wir jetzt durch.

Feuersteinfelder
Beach Polo Turnier
Sassnitz Hafen
teaser

Muttertag ist wie Weihnachten…

… und kommt jedes Jahr sehr plötzlich. Vielleicht sitzt du gerade schwitzend vor dem PC und suchst nach einer Last-Minute Geschenkidee. Persönlich sollte sie natürlich sein. Leicht zu machen.
Ha! Da habe ich genau das richtige für dich, Service wird hier GANZ groß geschrieben!
Wie wäre es mit einer selbst gestalteten Karte? Ist auch ganz einfach – versprochen.

Sieht doch ganz vielversprechend aus, oder?

Im Grunde braucht man für eine selbstgemachte Karte nicht viel.

  • ein bisschen wertiges Papier (schön schwer). Aber normales Druckerpapier tut es auch.
  • Bleistift, Radierer und Geodreieck für Hilfslinien und die Vorzeichnung
  • Farbe. Hast du noch deinen Wasserfarbkasten aus der Schule? Super! Aquarellfarben gehen auch. Buntstifte ebenfalls. Filzstift sicher auch.
    Im besten Fall weißt du sogar die Lieblingsfarbe deiner Mutter!
  • ein feiner Stift zum Schreiben. Fineliner zum Beispiel. Ein schwarzer Kugelschreiber geht sicher auch.
  • eine Idee. Du darfst gerne meine klauen.

Und dann kann es auch schon los gehen.
Als erstes nimmst du dir ein Schmierpapier und skizzierst deine Idee. Es kann ein ganz einfaches Motiv sein. Ich habe mir eine Superheldenmaske und einen “flotten Spruch” überlegt.
Vielleicht willst du es ganz einfach halten. Wie wäre es mit einem großen Herz und dem Wort “Danke”?

Hier ein total professionelles Handyfoto zur Veranschaulichung.

Hier ein total professionelles Handyfoto zur Veranschaulichung.

Wie du siehst, habe ich die Maske, die mir gut gefiel mit einem schwarzen Stift nachgespurt. Jetzt folgt nämlich Trick 17: Das “gute” Papier auf das Skizzenpapier legen, beides vor eine Fensterscheibe halten und mit Bleistift abpausen. (Für ganz Unkreative: Man kann auch vom Monitor abpausen!).
Wie ich den Text anordnen wollte, habe ich mir auch schon mal hingeschmakelt.

Jetzt malst du dein Bild bunt aus. In meinem Fall habe ich mit Aquarellfarben gearbeitet. Das ist aber ganz dir überlassen.
Viele Tipps kann ich dir nicht geben. Versuche einfach etwas zu deinen “Skills” passendes. Wenn du ein totaler Noob bist, dann halte es einfach. Ich kann da das Beispiel mit dem Herzen von oben empfehlen. Einfach ein Herz malen oder irgendwo abpausen und dann mit einem roten Stift ausmalen. Bemüh dich einfach, nicht über den Rand zu malen. Du schaffst das schon.

Anschließend habe ich mir mit Bleistift und Linieal feine Hilfslinien auf die Karte gemalt. Wer ganz unsicher ist, kann die Buchstaben auch mit Bleistift vorzeichnen. Ich habe aber direkt mit dem schwarzen Stift meinen Text geschrieben. Weil ich es hübsch fand, habe ich das Wort “Superheldin” mit einem Pinsel und der Aqaurellfarbe geschrieben. Das erfordert etwas Mut. Wenn du auch gerne einen farblichen Kontrast hättest, dich aber an einen Pinsel nicht herantraust, könntest du auch mit einem farblich passenden Buntstift arbeiten. Dann aber Vorsicht beim Radieren der Hilfslinien!

Im Grunde ist die Karte jetzt fertig. Du musst noch die Hilfslinien wegradieren und dann kann es schon losgehen mit dem “Schischi” drumherum.
Ganz schlicht wäre zum Beispiel ein kleiner Brief an deine Mutter, den du auf die Rückseite der Karte schreibst.

Oder du machst es so:

Eine Karte mit mädchenhaftem Beiwerk.

Eine Karte mit mädchenhaftem Beiwerk.

Du schreibst auf dem gleichen Papier, mit dem du auch deine Karte gemacht hast, einen schönen Brief. Ein weiteres Stück Papier hält für einen Kussabdruck her. Dazu einfach einen Lippenstift auftragen und das Papier knutschen (ohne Zunge!). Das könnte man dann alles mit einem hübschen Band zusammenbinden. Macht direkt mehr her, als eine einzelne Karte.

Vielleicht bist du männlich und/oder besitzt keinen Lippenstift. Oder deine Lippen sind ohnehin schon ganz spröde und du möchtest sie nicht weiter belasten. Dann wäre diese Variante vielleicht etwas für dich:

Eine Karte mit süßem Beiwerk.

Eine Karte mit süßem Beiwerk.

Schneide einfach eine schöne Anhängerform aus. Auch hier hilft das Internet und der Monitor-Abpaus-Trick. Das ganze beschreibst du dann in deiner schönsten Sonntagsschrift mit “Mama”.
Vielleicht findest du im Geschenkedekovorrat deiner Mutter (Glaub mir, sie hat einen!) eine schöne Tüte oder etwas Geschenkpapier zum Einpacken. Ein farblich passendes Band findet sich bestimmt auch.
Eine Kleinigkeit zum Naschen freut auch jede Mutter (das ist schließlich Nervennahrung. Und sie braucht Nerven! Sie hat schließlich DICH großgezogen… harhar!)

Jetzt kommt noch die Königsklasse des Kartenbeiwerkschischis (ich finde Wortmonster einfach geil):

Karte mit Süßkram, Blümchen UND Gutschein. Wow!

Karte mit Süßkram, Blümchen UND Gutschein. Wow!

Wir haben eine selbstgemachte Karte. Check. Nervennahrung. Check. Blömsken. Check. Mutti könnte glücklich sein! A.B.E.R! Sie sieht dich doch so selten! Eigentlich nur, wenn du mal wieder mehr dreckige Wäsche als saubere hast (Schäm dich!). Mama würde sich also wirklich richtig dolle über ein bisschen Quality Time mit ihrem kleinen Schatz freuen! Also bastel doch einfach noch einen Gutschein! Vielleicht findest du irgendwo ein schönes Foto, das du verwenden kannst (Ich werf mal einfach “Internet -> Drucker” in den Raum. Lass das aber nicht die Copyright Leute hören…) und daraus machst du dann einen Gutschein für gemeinsame Zeit. Vielleicht sogar gebunden an eine Aktivität. Eis essen, ins Kino gehen, gemeinsam einen Kaffee trinken gehen, etc., pp. Dir wird schon was einfallen.

Und, war doch eigentlich ganz einfach, oder? Wo du diese Herausforderung nun so bravourös gemeistert hast, erhöhe nächstes Jahr doch einfach mal den Schwierigkeitsgrad und denk rechtzeitig an Muttertag. Ist gar nicht so schwer!