Häuptling Klumpfuß

Als Kind der 90er – oder waren in diesem Fall die frühen 2000er das Problem? – habe auch ich mir den (im wahrsten Sinne des Wortes) Fehltritt geleistet, in diesen unsäglichen Dockers Plateauschuhen durch die Gegend zu stiefeln.
Rückblickend habe ich mir diesen Faux Pas verziehen – ich war schließlich jung und wusste es nicht besser. Allerdings hatte ich mir auch ganz fest vorgenommen nicht nochmals auf so einen merkwürdigen Schuhtrend rein zu fallen.

Nun wissen wir ja alle schon lange um die Mode der superkrass gedämpften Laufschuhe, die jeder an den Füßen trägt. Ganz gleich, ob er nun vorhat irgendwo hin zu laufen oder nicht.
Ich habe das natürlich milde belächelt. Diese breiten Latschen kommen mir nicht an den Fuß. Egal wie gedämpft – eine fette Sohle ist eine fette Sohle.

Leider habe ich da die Rechnung nicht mit meinem Mann und meiner Freundin Laura gemacht. Die beiden haben sich nämlich verschworen und aus Erfahrung kann ich nun sagen, Ehemann verschworen mit Freundin, das ist ein duo infernale.
Angefangen hat es mit meinem Mann, der zur Freundin sagte „Wenn ihr schon ständig shoppen geht [Anm.: Stimmt ja gar nicht!], dann sorg doch bitte dafür, dass sich meine Frau mal ordentliche Schuhe kauft. Mit Fußbett und allem. Ständig jammert sie, dass ihr die Füße weh tun.“
Laura fühlte sich daraufhin wohl in ihrer Freundinnenehre angegriffen. Ihr arme Freundin Steffi in schlechten Schuhen rumlaufen zu lassen, das wollte sie sich keinesfalls aufs Brot schmieren lassen.
Es wurde also bestimmt, dass ich in die Riege der Laufschuhträger aufsteigen sollte.
Dass ich in den letzten Jahren vermutlich nicht mal 5 Meter am Stück gerannt bin, das hat dabei niemanden interessiert.

Jetzt bin ich also seit dem Wochenende Besitzerin von irgendwelchen superboost, atmungsaktiven, megagedämpften, energieabsorbierenden und -abgebenden Schuhen. In neonpink, weil wenn schon, denn schon. Nech.
Und was soll ich sagen? Ganz neues Lebensgefühl! Diese Klumpdinger haben tatsächlich einen Sinn – ich schwebe wie auf Wolken!
Einziger Nachteil: Durch die spezielle sockenähnliche Oberfläche kann mir jeder beim Zehenwackeln zuschauen – und das mache ich ständig.
Irgendwas ist ja immer.

Unvernunft die Zweite

Nein, es war definitiv nicht vernünftig sich in die Kommentare unter dem Ghostbusters-Trailer zu verirren… Definitiv. So viel Schokolade kann man gar nicht essen, um die Existenz so vieler Hinterwäldler-Männer vergessen zu machen. Geht einfach nicht.

Unvernunft

„Man muss auch mal unvernünftig sein, sonst wäre das Leben ja langweilig.“, sagte ich gestern nach 0:00 Uhr und 4 Gläsern Wein.
Heute nutze ich diese Aussage, als mein Mantra, während ich meine Augenringe vom Boden klaube. Ich habe das Gefühl es lindert meine Kopfschmerzen ein wenig.